"Twinkle twinkle little bat, how I wonder what you're at. Up above the world you fly, like a tea-tray in the sky." Was für ein Zufall, dass gerade jetzt, wo ich Alice in Wonderland lese, vor kurzem meine erste Fledermaus in freier Wildbahn gesehen habe. Sie sind von israelischem Baum zu israelischem Baum geflogen, und haben so getan als wären sie Vögel. Dabei sind Fledermäuse absolut keine Vögel, im Gegenteil: sie sind verrückte Vögel. Lewis Caroll würde mir hierbei zustimmen - keiner behaupte je ein Vogel sei verrückt; Vögel schlafen in der Nacht und sind am Tag wach. Fledermäuse hingegen sind in der Nacht aktiv und während des Tages schlafen sie. Therefore they must be mad!
Hier in Turku scheint die Sonne anders, sie ist schüchtern und gedämpft. Freiwillig kriecht sie hinter die Wolken, so ist es Finnland auch gewohnt. Wahrscheinlich kriecht sie dorthin, damit sie ungestört ihren Hering essen kann, sonst könnten sie alle beobachten. Und beim Essen wird keiner gerne beobachtet, besonders nicht beim Heringessen.
Der Mond hätte auch sicher gerne etwas Hering, aber er bekommt nur Lachs weil seine Vorgängerin alles aufgegessen hat. Eigentlich sollte er wütend auf sie sein, doch abgesehen davon, dass er ihr nie begegnet, ist er in sie verliebt und könnte ihr nie böse sein. Sie weiß von dieser Liebe nichts, sie weiß nicht einmal, dass er existiert. Denn abgesehen von Heringessen hat sie ein ganzes System mit vielen Planeten am Laufen zu halten. Eine tragische Liebe, würde Shakespeare noch Leben wäre dies sicher sein nächstes Drama. Natürlich aufgeführt in Turku, der europäischen Kulturhauptstadt 2011. Und doch hofft der Mond wahrscheinlich ihr eines Tages zu begegnen und mit ihr eine mad tea party (jedoch nicht im wonderland, ohne march hare, mad hatter und dormouse) zu haben. Da sind die Fledermäuse doch ganz praktisch.
Freitag, 19. August 2011
Acht vor halb Acht
Abonnieren
Posts (Atom)